Intelligenter Stauraum ohne bauliche Eingriffe

In dieser Kölner Altbauwohnung platzte die Literatursammlung aus allen Nähten. Mehrere Billy-Regale kämpften vergeblich gegen das visuelle Chaos, während die großzügige Raumhöhe von fast 2,70 Metern komplett ungenutzt blieb. Der Wunsch meiner Kunden war klar: Die geliebten Bücher sollten alle bleiben, aber der Raum musste endlich wieder aufatmen können.

Die Herausforderung & Umsetzung

IZuerst haben wir die Struktur der Wohnung neu geordnet und die gesamte Sammlung vom Esszimmer ins Wohnzimmer verlegt. Dort gab es eine große, freie Wand, die ausreichend Platz für eine durchdachte Lösung bot.

Da es sich um eine Mietwohnung handelt, kam ein permanenter baulicher Eingriff nicht infrage. Mein Ansatz lautete daher: Vertikale Struktur trifft System-Intelligenz. Ich habe eine durchgehende Wandlösung auf Basis des Bestå-Systems geplant, die mit einem cleveren Tiefenversatz arbeitet.

Im unteren Bereich bieten Elemente mit 40 cm Tiefe und geschlossenen Fronten jede Menge unsichtbaren Stauraum für Technik und Alltagsdinge. Nach oben hin reichen schlanke 20 cm Tiefe für die Bücher völlig aus. Das sorgt für eine visuell leichte Optik, die den Raum trotz der enormen Menge an Büchern nicht erschlägt.

Nach zentimetergenauer digitaler Planung wurden die Module so exakt eingepasst, dass das System nun wie fest eingebaut wirkt – eine funktionale und elegante Lösung, die beim nächsten Umzug flexibel mitwandern kann.

Wenn du ein Regalsystem an der Wand planst, verwende im unteren Bereich TV-Korpusse anstelle von Standard-Korpussen! Dadurch hast du auf der Rückseite Platz, um Mehrfachstecker und Kabel unsichtbar in jedem Element zu verstecken. So können Mobilgeräte direkt im Regal geladen oder Boxen und Leuchten integriert werden, ohne dass ein einziger Kabelsalat sichtbar ist.
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